Humanistisches Hotel

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SALT nennt sich eine progressive neue Hotelmarke, die es mir vorzustellen zu lohnen scheint. Gestern hat das erste Haus der Marke in Mauritius eröffnet, weitere im Indischen Ozean, in Asien, Afrika und im Nahen Osten sollen folgen. Dabei soll jedes Hotel an den Standort angepasst sein, Hoteldesign und -Interior sind inspiriert von Farben, Formen und Motiven der jeweiligen Destination. Letztere soll der Gast auf authentische Weise und abseits der ausgetretenen Pfade entdecken und wird hierfür auch mit den nötigen Werkzeugen ausgestattet: Ein maßgeschneiderter Reiseführer, geschrieben und fotografiert von Einheimischen, illustrierte Karten, eine lokale SIM-Karte und eine Auswahl an Transportmitteln ob Fahrrad oder emissionsarmes Cabrio.

Kulturell interessierte, aufgeschlossene Reisende sollen die Zielgruppe sein, Paul Jones, CEO von Lux Collective und Kopf der neuen Marke, beschreibt SALT als humanistischen Ansatz in der Hotellerie. Die Macher der Marke haben eine “Skill Swap” Plattform entwickelt, die die Gäste motiviert hinauszugehen und ihr Wissen und ihre Talente mit der Community vor Ort auszutauschen. Wo es geht, werden lokale Ressourcen verwendet – etwa bei Lebensmittel, aber auch bei Soundtrack und Musikern, bei Möbeln, Stoffen und Hygieneprodukten. Fair gehandelt wird das alles natürlich, auf Buffets verzichtet man, Recycling und die Weiterverwendung von überschüssigen Lebensmitteln als Tierfutter sind die Alternative.

www.saltresorts.com

Zwei innovative Betreiber kommen nach Wien

superbude-hotel-hostel-lifestyle-hamburg-urlaub-reisen-ubernachtung_16Dass IG Immobilien immer wieder mit neuen, innovativen Ansätzen daher kommt, kennt man ja. Richtig gut finde ich, dass sie in ihrem aktuellen Großprojekt (Prater Glacis) gleich zwei seeehr lässige Betreiber nach Wien gelockt hat: Zoku, über das ich vor zwei Jahren hier geschwärmt habe, und die Superbude, ein cooles Hostelkonzept aus Hamburg.

Foto: Superbude

Comeback von CEE und SEE

RO_Bukarest_THE_MARK_c_S_IMMO_02_kleinAus den CEE-Ländern hört man ja relativ wenig – obwohl das Immobiliengeschäft dort gut läuft. Die S Immo etwa ist mit dem Bukarester Büroprojekt The Mark ausgesprochen zufrieden – 75 Prozent sind bereits an namhafte Unternehmen (darunter klingende Namen wie Deloitte, Starbucks, WPP) vermietet, das Gebäude selbst befindet sich aktuell noch in Bau.

Als Expansionschance hat auch Go Asset die CEE und vor allem die SEE-Länder identifiziert. Hier gebe es noch einiges an Entwicklungspotenzial, meinte Go Asset-Geschäftsführer Andreas Liebsch auf der EXPO REAL, weshalb ihm auch egal war, ob es nun irgendwo einen neuen Logistik-Rekordwert gibt, oder nicht. “Die Logistik bleibt ein enormer Trend. Während alle auf die Trendmärkte blicken, entwickeln wir in SEE und CEE die Produkte von morgen“, so Liebsch.

Foto: S Immo AG

 

Blockchain und Bitcoin als Zukunft?

Also, mutig fand ich das schon. Dass eine Bank von selbst eine Veranstaltung zum Thema Investments in Kryptowährungen macht und dabei auch Blockchains und andere disruptive Themen behandelt – das zeugt davon, dass man sich bei der Hypo Tirol nicht Vogelstrauss-artig vor neuen Technologien oder auch Veränderungen versteckt (nein, das ist bei Gott nicht bei allen der Fall – siehe z.B. hier).

Jedenfalls lud die Hypo Tirol zwei Experten ein, die vor allem Gästen aus der Immo-Branche näher brachten, was sie dachten. Erst erklärte Walter Strametz anhand von Wiki und den starken Männern, wie eine Blockhain funktioniert. Strametz selbst lebt im Kryptovalley in der Schweiz, hat dort ein Start-up, ist Mitgründer von FIBREE und organisiert die Blockchain Real, eine Konferenz, die 2019 in Wien statt finden wird. Die Frage, welche Anwendungen in der Immobilienbranche denn möglich sind, wollte oder konnte Strametz nicht so einfach beantworten. Es sind zu viele. Eine Antwort haben wir im Magazin Immobilienwirtschaft gegeben, hier finden sich mehrere so genannte Usecases.

Teil zwei des Events: Christian Halper sprach über seine Investments in Kryptowährungen. Genauer gesagt in Bitcoin, denn an die anderen glaubt Halper nicht wirklich. Ich gestehe, ich fand Halper besonders spannend, denn wenn einer, der an sich schon genügend Geld gemacht hat, ganz ruhig und mittig klar legt, warum er neben vegan/vegetarischen Restaurantkonzepten auch in Bitcoin investiert, hat das Glaubwürdigkeit.

Und richtig spannend werden Kryptowährungen, wenn die Diskussion dann philosophisch wird. Was bedeutet so ein “Währungssystem” für eine Volkswirtschaft, was für die gesamte globale Finanzwelt und für Staaten, die gegen Armut kämpfen? Fazit: Ein toller Abend, an dem weiter gedacht wurde, als sonst üblich.

Hypo BlockchainAlexander Weiss (Vorstand Hypo Tirol), Unternehmer Christian Halper, Christian Jäger (Hypo Tirol, Geschäftsstellenleiter Wien), Walter Strametz, Moderator Heimo Rollett

Das neue Noma

Es ist das beste Restaurant der Welt, das Noma in Kopenhagen. Wie designt man diese 1A Adresse, wenn sie in ein neues Gebäude umzieht? Diese Aufgabe haben die Architekten BIG-Bjarke Ingels Group bekommen und wie folgt gelöst. Nach drei Jahren Planung hat das Restaurant heuer zwischen zwei Seen im legendären Stadtteil Christiania neu eröffnet.

Eingang
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Fotos: Rasmus Hjortshoj

 

Sotherby’s vermittelt Immobilien – auch in Österreich

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Noch ist es nur halboffiziell – Luxusimmobilienmakler in Österreich werden Konkurrenz bekommen, und zwar keine kleine. Sotherby’s will weltweit bei Immobilienvermittlungen mitmischen. Für Wien stehen bereits ein paar Objekte im System, siehe hier. Darunter auch Objekte um 20 Millionen Euro. Der brutale Luxus macht Sinn, die internationale Datenbank an Interessenten ist wohl gut bestückt.

EHL-Struktur neu

EHLEs ist einer der größten Player am österreichischen Markt: die EHL. Genauer muss man sagen, die “EHL-Gruppe”, denn in den letzten Monaten hat sich das Unternehmen neu aufgestellt – und ist nun damit fertig. Über allen operativen Einheiten steht eine Holding namens EHL Immobilien. In der im Oktober neu gegründeten Tochter EHL Gewerbeimmobilien GmbH sind die Bereiche Büro, Einzelhandel, Asset Management und Market Research angesiedelt. Stefan Wernhart ist ihr Geschäftsführer. Über die Bewertungsabteilung hatte ich schon mal geschrieben, als sie eine eigene Tochtergesellschaft wurde. Die weiteren Tochtergesellschaften bilden den Bereich Wohnen (Miet- und Eigentumswohnungen, Vorsorgewohnungen), Immobilien Management (Liegenschaftsverwaltung, Facility Management, Baumanagement, Asset und Portfoliomanagement) und Investment ab.

Hotelimmobilien des Jahres

@ QO Amsterdam (2)Als „Hotelimmobilie des Jahres 2018“ wurde das QO Amsterdam ausgezeichnet. Der Preis wurde gestern im Rahmen des hotelforums, das immer gleich nach der Expo Real in München stattfindet, verliehen. Andreas Martin, Geschäftsführer der hotelforum management GmbH: „Das QO Amsterdam hat die hotelforum-Jury mit seiner konsequent nachhaltigen Konzeption bei gleichzeitig hohem Qualitätsanspruch überzeugt. Das Gebäude ist sozusagen ein ´lebendiger´ Organismus, der sich wie ein Chamäleon verhält und in den Bereichen CO2-, Wasser-, Energie- und Abfallwirtschaft höchsten Kriterien genügt.“

Das Hotel verfügt über eine innovative Fassadenkonstruktion mit insgesamt 819 beweglichen Aluminiumplatten, die außerhalb der Fenster angebracht sind und für eine zusätzliche Isolierung sowie Sonnenenergiegewinnung sorgen. Auf diesem Weg wird der Energieverbrauch sowohl für die Kühlung als auch für die Beheizung, im Vergleich zu herkömmlichen Klimasystemen, mehr als halbiert. Die Fassade ist zudem mit einem integrierten Building Management System verbunden, dadurch können die Energieverbrauchswerte des Gebäudes erfasst und ausgewertet werden.

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Fotos: QO Amsterdam 

ZIMA setzt auf Modulbau

Woodie Hamburg (D)_4Die ZIMA macht auf Modulbau – gut so! „purelivin” nennt sie das. Dabei werden seriell vorgefertigte, komplette Raummodule mit der Holzmassivbauweise nach dem Prinzip „plug & play” zu multifunktionalen, flexiblen Wohneinheiten kombiniert. Modulfertigung_ Kalwang (A)Die so entstehenden Gebäude sind zu 95 % natürlich, die Bauzeit vor Ort beträgt lediglich ein Drittel, der Betonanteil wurde auf 10 % reduziert und das gesamte Gebäude kann zu 100 % rückgebaut und recyclet werden. Zudem hat Holz als Baustoff belegbare gesundheitsfördernde Eigenschaften, reguliert das Raumklima, ist haptisch und optisch angenehm. Mehr dazu auf dieser Website.

Untitled DesignCBRE hat einen Report zu der Bedeutung der Kennzahl der Investitionskosten im Pflegeimmobilienmarkt in Deutschland veröffentlicht. Nach dem Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung wird im Vergleich zu 2015 die Anzahl an Pflegebedürftigen bis 2030 um 27 Prozent auf 3,62 Millionen Menschen und bis 2060 sogar um 70 Prozent auf 4,82 Millionen Menschen steigen, heißt es auch in dem Report zum Thema von Cushman & Wakefield. Beide Berichte sind ein guter Input für den noch unterentwickelten Markt in Österreich.

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