Untitled Design2017 lag der Umsatz beim Handel mit Zinshäusern in Wien bei 982 Mio. Euro und dürfte inklusive Nachlauf (also noch folgenden Verbücherungen aus diesem Zeitraum) zum dritten Mal in Folge die Milliardengrenze erreichen, heißt es in der Frühjahrsausgabe des Markteberichts der OTTO Immobilien Gruppe.

Servicierte Apartments brummen nur so

Apartmentservice580 Serviced Apartments in einem Haus? Das geht. „Vor fünf Jahren wäre dies noch undenkbar gewesen“, erklärt Anett Gregorius, Gründerin und Inhaberin von Apartmentservice. „Genauso die aktuelle Bedeutung des Brandings: Bereits bei der Entwicklung von Konzepten wird das Roll-out mitgeplant und die erarbeiteten Qualitätsstandards auf neue Marken übertragen.“ So seien in Deutschland allein bis 2019 weitere 13.000 Serviced-Apartment-Einheiten geplant, das ist ein Plus von 40 Prozent! Österreich hinkt in diesem Markt noch deutlich hinterher, Entwickler bauen daher seit Jahren auf Teufel komm raus in dieser Assetklasse. Verständlich wenn man den Renditekorridor der letzten 12 Monate europaweit anschaut: er lag zwischen 4,6 und 5,2 %, laut Catella Research. Deren aktueller Research spricht von rund 10.500 Einheiten in der Pipeline in ganz Europa.

Foto: Harrys Home

Untitled DesignDieser Bericht mutmaßt aufrgund verdächtiger Stellenanzeigen, dass wework als nächstes das Retails-Geschäft umkrempeln will.

Tzeschlock geht segeln

Peter TzeschlockLässige Personalmeldung: Der Vorsitzender des Vorstands von Drees + Sommer hört auf. Anders Angebot? Nein. Differenzen? Nein. Große Pläne. Ja. Er wird sieben Jahre lang die Welt besegeln und sich damit seinen großen Lebenstraum erfüllen. Respekt!

Abtei gewinnt MIPIM-Double

EP03518Im Mai 2017 fand ich den Zubau zu einem Benediktinerkloster in Deutschland in diesem Blog erwähnenswert. Jetzt hat das Katholisch-Soziale Institut Abtei Michaelsberg auf der MIPIM gleich zwei Preise abgeräumt. Es gewann in der Kategorie Hotels & Ferienanlagen und erhielt darüber hinaus den Special Jury Award.

Foto: HGEsch, Hennef

Ausgerechnet Ungarn!

Central Udvar, Buerogebaeude, BudapestTrotz kritischer politischer Lage, sieht die Immobilienkonjunktur in Ungarn ausgesprochen positiv aus. Aus vielen Quellen hört man, dass Investoren wieder zuschlagen wollen – oder das bereits getan haben. Warimpex kauft etwa ein Bestands-Bürogebäude in Budapest, der Wiener Investment- und Assetmanager GalCap Europe hat vor kurzem das Objekt Central Udvar (siehe Bild) in der Hauptstadt erworden – nach Merkur Palota die zweite Akquisition in der ungarischen Hauptstadt. Der Ankauf erfolgte im Rahmen des CEE-Mandats eines deutschen Versorgungswerkes, dessen Individualfonds von Institutional Investment Partners administriert wird. Marco Kohla, Managing Director von GalCap Europe, dazu:

“Central Udvar passt hervorragend in unsere Strategie von qualitativ hochwertigen Immobilien in absoluten Zentrumslagen. Wir werden unsere Investitionsaktivitäten in Wien, Budapest, Warschau und Prag heuer weiter ausbauen. Die Dynamik in diesen Märkten ist weiterhin außergewöhnlich und wird von starken Fundamentaldaten unterstützt.”

Große Anteile am steigenden Markt trugen im letzten Jahr Transaktionen sowie die Bereiche Büro und Logistik, meint Fanni Hahn, Rechtsanwältin und Leiterin des Hungarian Desks bei BAIER Rechtsanwälte. Nach der Talfahrt im letzten Jahrzehnt und trotz steigender Preise lebe auch der Wohnbau wieder auf. Gründe dafür seien unter anderen staatliche Förderungen und steuerliche Begünstigungen. Auch in den nächsten zwei bis drei Jahren ist mit Aufschwung zu rechnen, ist Hahn überzeugt, denn neben den einheimischen sind auch wieder ausländischen Entwickler und Investoren aktiv – siehe oben …

Gastro kann Retailausfall nicht kompensieren

handelgastro

“Durch den weiterhin äußerst dynamischen Wachstumspfad des E-Commerce muss sich der Handel praktisch ´im Stundentakt´ neu justieren. Dies betrifft nicht nur die Innenstadtlagen von A-, B- und C-Städten, sondern auch die Ein- und Ausfall- sowie Zubringerstraßen”, meint Jens Lütjen, Partner von DAVE (Deutscher Anlage-Immobilien Verbund, ein Zusammenschluss von elf Immobilienberatungsunternehmen).

Generell würden A-Städte im Innenstadtbereich eine höhere Fluktuation im erdgeschossigen Bereich verzeichnen, dennoch aber den Einzelhandelsbesatz insgesamt stärker halten können als B- und C-Städte, so Lütjen weiter. “Hier wird alleine die Gastronomie eine Kompensation nicht leisten können, so dass B- und C-Städte darum kämpfen werden, einen attraktiven Handelsbesatz sowie auch Multichannel-Konzepte zu implementieren, damit die Innenstädte als öffentliche Räume für Bürger und Touristen attraktiv bleiben.”

Versalzen

SalzFrage zum Tag: Wer ist haftbar, wenn man auf der zentimeterhohen Schicht Salz am Gehsteig ausrutscht?

Auf zur MIPIM

Marina-One--SingaporeEs geht wieder los – die Créme de la Créme der Immobilienwirtschaft pilgert an die Cote d’Azure, um sich dort zu treffen, Deals anzubahnen, weiter zu entwickeln oder einfach um den Austausch zu pflegen. Wenig überraschend stehen heuer Proptechs im Mittelpunkt. Aber auch Afrika wird so stark wie noch nie thematisiert werden. „Afrika – der Urbanisierungseffekt“ befasst sich mit der Frage, wie Investoren das Ausmaß und die Natur der Nachfrage nach Immobilien in einem dermaßen heterogenen Kontinent, auf dem im Jahr 2050 die Hälfte der Weltbevölkerung leben wird, abschätzen können. Die meisten Österreicher werden sich wieder um den von PiaPink organisierten Austria-Stand tummeln. Er ist seit Jahren der zentrale Anlaufpunkt – leider wie immer mit kaum öffentlicher Beiteiligung bzw. politischer Repräsentanten.

Zukunft der Makler

Ich entschuldige mich, weil Eigenlob ja gar nicht so meine Sache ist. Aber weil ich jetzt – gut ein Jahr nach Publikation meines Buches – das Vorwort für einen Vortrag morgen auf der FH Kufstein angepasst habe, und es nach wie vor für relevant halte, poste ich es hier mal:

 

“Stellen Sie den Sekt kalt. Egal ob Sie Makler, Immobiliensuchender oder Eigentümer sind: Es wird für alle besser.

Davor muss der Schaumwein aber noch kühlen. Das wird eine taffe Zeit und es gibt viel zu erledigen. Vor allem für die Makler, wenn sie die nächsten zehn Jahr überleben wollen. Lange Zeit waren sie Vermittler zwischen Angebot und Nachfrage. Plötzlich hat sich das geändert. Die Google-Ökonomie radiert ihre aktuellen Geschäftsmodelle aus, Wertschöpfungsketten werden verdichtet, ineffiziente Märkte verschwinden, siehe Reisebüros, Musikindustrie, Versicherungen … Und obwohl schon jetzt absehbar, werden viele dann auch noch überrascht sein, wenn das Bestellerprinzip kommt – wie die Autofahrer beim ersten Schnee im November. Wer hätte damit gerechnet, dass es justament zu dieser Jahreszeit wieder schneit?

Es gibt viele Wege für Immobilienmakler, sich schon jetzt fit zu machen für die Veränderungen. Die ersten, die Mutigen werden es leichter haben. Jeder, der rechtzeitig antizipiert, gewinnt. Manche von ihnen werden zu Helden. Zum unumgänglichen Berater für ihre gerne zahlenden Kunden, zum selbstverständlichen Verkaufskanal für Abgeber, zum Platzhirsch auf ihrer „Farm“ und zum Internetkaiser. Ach ja, und manche von ihnen werden sterben. Wer weiterwurstelt und sein Geschäftsmodell ohne klaren Kundennutzen und ohne Positionierung aufbaut, der wird die Sektkorken der Ex-Kollegen hören, während er im Warteraum des AMS Löcher in die Luft starrt.

So radikal? Ja. Aber auch so einfach.”

Sofitel Wien: Neue Marke und Facelift

Copyright Phototèque ACCOR.Photo Gilles TRILLARD.Mit dem Sofitel in Wien ist es ja so eine Sache. Da wäre das Restaurant, ein einziger Versuch, der nie gelingt. Die Bar, ein Vorbild an Service-Wüste. Dann noch die kleine Sache mit dem Namen: Kein Wien-Kundiger würde sich trauen, das Wort Stephansdom hinter den Hoteltitel zu stellen. Naja, nun soll sich jedenfalls der Brand ändern, wie heute bekannt wurde. Die Sofitel-Häuser in Wien, Berlin und in St. Petersburg sollen in Zukunft unter der Marke “SO/” betrieben werden. Was der Schrägstrich soll? Fragen sie mich nicht.

In Wien-Leopoldstadt soll er jedenfalls ab Herbst 2018 im Namen stehen, schon im April rechnet Accor mit der Fertigstellung der Renovierungsarbeiten der 182 Zimmer und der Lobby. Immerhin! Offensichtlich hat man es geschafft, die rigiden Vorgaben des schwarz-weiß Architekten Jean Nouvell auszuhebeln.

“SO/ Hotels sind für Socializer aus aller Welt und trendige Locals der Ort, um zu sehen und gesehen zu werden“, so Duncan O’Rourke, Chief Operating Officer Europe Luxury Brands von Accor. Ach!

Copyright Phototèque ACCOR.Photo Gilles TRILLARD.

Fotos: AccorHotels/Gilles Trillard

App für Anwender

F-11-153 VELUX 2229Lässige Idee von Velux: eine App, bei der man nach Eingabe des Grundrisses und der Dachneigung den Tageslichteinfall simulieren kann,  in 360-Grad-Ansicht oder mit Virtual Reality.

“Aufgrund der Same-Day-Zustellung werden 60 % des Einzelhandels verschwinden.”

- Alanus von Radecky, Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation, am Immobilienforum Wien

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