Steigende Investitionen in Impfstoffentwickler erhöhen die Nachfrage am Immobilienmarkt

Der weltweite Bedarf an Labor- und Büroräumen durch Impfstoffforschungsunternehmen, die aktuell stark expandieren, wird zukünftig deutlich ansteigen. Ein Indiz für diese Entwicklung ist die starke Zunahme der Risikokapitalfinanzierung (VC) in diesem Sektor im bisherigen Jahresverlauf: Rund 2,3 Milliarden US-Dollar wurden bereits investiert. Somit verantwortet das Segment 1,2 % aller weltweiten VC-Investitionen. Zum Vergleich: der Fünfjahresschnitt liegt bei nur 0,6 %.

Laut Savills waren die USA und Deutschland bisher die dominierenden Länder auf dem Impfstoffmarkt. Doch andere Staaten wie Kanada und Frankreich rücken nach. „Zwischen 2015 und 2019 sind die durchschnittlichen jährlichen Investitionen in Impfstoffunternehmen im Vergleich zum vorhergehenden Fünfjahreszeitraum in den meisten Ländern deutlich gestiegen. Es ist jedoch keine Überraschung, dass diese Zahlen angesichts der Pandemie nun bereits nach den ersten acht Monaten des Jahres 2020 übertroffen werden. Das schnelle Wachstum von kleineren Unternehmen im Impfstoffsektor, die in der Regel die Hauptempfänger der VC-Finanzierungen sind, ist ein gutes Vorzeichen für die Entwicklung eines starken Life-Science-Ökosystems. Dies wird auch die globalen Großunternehmen anziehen und die Nachfrage nach Immobilien sowohl im Büro- als auch im Speziallaborbereich fördern“, erklärt Steven Lang, Director Commercial Research bei Savills. Schon vor der COVID-19-Pandemie haben Investoren Life-Science-Immobilien unter die Lupe genommen. Jedoch handelte es sich bisher um einen alternativen Teilsektor, der in der Regel von spezialisierten Investoren und Developern fokussiert wurde.