Sexy Job: Asset Profiler

„Gewerblicher Immobilienmarkt: Zwei Drittel der angebotenen Exposes passen nicht zu Anlageprofilen“

– das behauptet Norman Meyer, Geschäftsführer der als Asset Profiler in der Immobilienbranche unterwegs ist. Klingt sexy und irgendwie nach Hauptabendprogramm im Fernsehen. Meyer beruft sich bei seinem Zitat auf die Studie „Informationseffizienz bei gewerblichen Immobilienmärkten“ der HAWK Holzminden, die aussagt: Nur 32 Prozent der Immobilienangebote im professionellen Markt sind gezielt auf das Anlageprofil hin abgestimmt. Zwei Drittel (68 Prozent) der angebotenen Immobilien passen demnach nicht zu den Suchkriterien der Investoren.

Der Asset Profiler soll das ändern – eh klar. Wen das interessiert, der kann sich seine Website ansehen. Viel spannender finde ich aber die Studie, die auch Auskunft gibt, warum Investoren bestimmte Angebote nicht weiter verfolgen. In 90 Prozent der Fälle sei der Grund dafür, die fehlende Passgenauigkeit zum Anlageprofil. Dabei wird es einfach auch viel Schrott geben, aber manche Angebote könnten sicherlich „passender gemacht werden“.

Erst auf Platz zwei der Absagegründe folgt – mit mehr als 70 Prozent Zustimmung unter den Befragten, Mehrfachnennungen waren möglich – die zu hohe Preisvorstellung des Anbieters. Auf Rang drei der Absagegründe liegt mit knapp 60 Prozent die Begründung, dass das angebotene Objekt dem Anleger bereits bekannt war.