Jelitzka und Müller proptechen

Und gleich noch was zu den omnipräsenten Proptechs: Reeviz ist ein Start-up in Österreich, dass die Objekt-Besichtigungen vereinfachen will, indem es Schlüsseldepot-Stellen organisiert. Simpel und clever, mal schauen, ob sich das durchsetzt, denn ob es wirklich so viele geben wird, die wegen zwei Euro pro Schlüssel-Übergabe das ganze Prozedere durchmachen – mal schauen. Jedenfalls ist das wieder so eine Möglichkeit, mit denen die einzelnen Schritte des Vermarktungsprozesses effizienter gemacht werden können.

Jelitzka & Partner

 

Eine weitere App ging in den letzten Tagen an den Start und wenn nicht die Leute dahinter clever wären, würde ich sie hier gar nicht erwähnen. Puck scheint irgendwie so eine Mischung aus Smart Home-App, Community-Tool und Schnittstelle zur Hausverwaltung zu sein. Was genau, sagt weder die schwammige Presseaussendung noch die Website. Wäre meiner Meinung nach schon mal ein Fehlstart, stünden da nicht Daniel Jelitzka (als GF und mit JPI als Hauptgesellschafter) und Martin Müller (GF und 25,1% der Anteile) dahinter.

Das Wildeste ist aber in Singapur zu finden: Averspace zeigt, wie die Zukunft aussehen könnte. Das peer-to-peer Immobilienportal bringt dank Blockchain Eigentümer direkt mit Mietern oder Käufern in Kontakt. Freilich ohne Makler. Ein Video dazu poste ich gleich.

Proptech in Österreich

ProptechinÖsterreich1

Also hat in Österreich auch eine Proptech-Konferenz stattgefunden. Die Future: Proptech Vienna ging in den Sophiensälen über die Bühne und war alles in allem: sehr gut. Klar, wie immer sind die einen Beiträge besser, die anderen schlechter. Internationale Größen standen aber im Mittelpunkt, da verdaut man auch das ein oder andere Promotionreferat. So wichtig war und ist so eine Konferenz aber auch deswegen, weil sonst die Apps und Startups in einem Vakuum herumschwirren und niemand kann sie einordnen. Mit der Veranstaltung war endlich einmal eine Klammer geschaffen, die alle Teile einfängt udn überschaubar macht. Selbst für jene, die Proptech-Themen regelmäßig verfolgen, war einiges Neues dabei.

Außerdem macht eine aktuelle Untersuchung des Wiener Beratungsunternehmens Advicum Consulting klar, dass selbst die großen österreichischen Unternehmen noch nicht all zu viel mit der Digitalisierung anfangen können. „In vielen Unternehmen steht eine echte und nachhaltige Implementierung digitaler Anwendungen noch immer in den Startlöchern“, meint Josef Kleebinder, Mitgründer und Partner von Advicum, dazu zusammenfassend. „Es ist hoch an der Zeit, den Shift vom Reden zum Umsetzen zu schaffen, damit unsere Wirtschaft wettbewerbsfähig bleibt. Wegschauen und abwarten sei definitiv die falsche Strategie – und genau deswegen sind solche Events so wichtig, finde ich!

McMakler kapert Österreich

Warm anziehen heißt es für Wohnungsmakler. Meine Prognose ist eingetroffen und McMakler ist nun bereit den österreichischen Markt zu erobern. Seit August haben sie ein Büro in der Wiener Zeltgasse. Vier Makler sind dort bereits angestellt.

McMakler kommt nach Österreich_by-Jonas-Friedrich

Ich halte McMakler für einen der absolut gelungenen Versuche den Massenmarkt mit digitaler Unterstützung modern, standardisiert und preis-kompetitiv zu bearbeiten.

Und eines muss man mitdenken: Das ist kein Franchisesystem, sondern McMakler hat über seine Büros die volle Kontrolle. In Deutschland sind das mittlerweile 50 Standorte, über 200 Mitarbeiter, davon 112 eigene Makler. Es ist das am stärksten wachsende Maklerbüro.

Dahinter steckt nämlich ein Haufen Geld. Globale Investoren wie Frog Capital, Piton Capital, Mutschler Ventures und Cavalry Ventures glauben an die Idee und pumpen Geld in das deutsche Unternehmen. Erst im Mai dieses Jahres stockten sie die Kriegskasse von McMakler um 16 Millionen Euro auf. Der Unternehmenswert wurde im Sommer auf rund 96 Millionen Euro geschätzt. Damit können die Gründer, Hanno Heintzenberg und Lukas Pieczonka (siehe Bild oben), schon was anstellen …

Die aktuelle Strategie setzt das Hauptaugenmerk auf den Verkauf von Immobilien. Der Anbieter verspricht eine persönliche Erstberatung für den Abgeber, die Bewertung basiere auf Daten und menschlichen Experten, ein Marktingkonzept werde ausgearbeitet. Vermarktet werde über die üblichen Kanäle, also auch über die großen Plattformen. Regelmäßiges Reporting ist ein zusätzliches Tool, das angeboten wird. Und dann natürlich der Vertrag. Für Immobilienverkäufer sei die Dienstleistungen von McMakler zu 100 Prozent kostenfrei, in der Vermietung werden günstige Pauschalpreise ab 498 Euro angeboten – so mein Letztstand.

Foto: McMakler

3 spannende Proptechs

Drei interessante Proptechs, die blackprint booster (ein Accelerator-Programm) in die zweite Runde ihres Förderprogramms aufgenommen hat: Wohnungshelden, VR Now und ALLVR. Jedes Starup erhält ein Coaching und je 50.000 Euro.

Zoomsquare mit neuem Management

Alles neu bei Zoomsquare: Anita Körbler und Jürgen Leger heißen die neuen Geschäftsführer. Auch einen neuen CTO gibt es: Bernd Artmüller. Der Gründer Andreas Langegger zieht sich zurück, bleibt aber beratend erhalten.

Der Kunstsupermarkt hat wieder offen!

ZwischennutzungEine der besten Zwischennutzungen ist wieder da: der Kunstsupermarkt in der Mariahilfer Straße. Bis Ende Jänner 2018 sind dort mehrere tausende Werke von 90 Künstlern zu bewundern – und ausgesprochen fairen Preisen zu kaufen. Das Gebäude gehört der S IMMO AG, die die Räumlichkeiten jedes Jahr dem Projekt im Rahmen eines CSR-Programms zur Verfügung stellt.

„Der Kunstsupermarkt ist eine wirklich gelungene Idee, Kunst und Künstler mit Interessierten zusammenzubringen. Daher freuen wir uns besonders, diesem Projekt bereits zum elften Mal in Folge ein Zuhause geben zu können.“

Friedrich Wachernig, Vorstands der S IMMO AG

Foto: Kunstsupermarkt

Ex-IVD Vize geht zu McMakler

Axel_Kloth geht zu McMaklerDas hat Symbolkraft: Der ehemalige Vizepräsident des deutschen Immobilienverbands (IVD) geht zu McMakler. Als Gesellschafter will sich Axel Kloth vor allem in strategische Dinge mehr einbringen. Teil des Beirats ist er schon seit letztem Jahr.

Ein starkes Zeichen ist das vor allem deswegen, weil McMakler die Digitalisierung lebt. Es ist das aus meiner Sicht am besten funktionierende Hybridmodell, in dem menschliche Diensteistungen mit digitalen Strukturen verbunden werden. Das Unternehmen ist das am schnellsten wachsende Maklerhaus Deutschlands, es hat über 200 Mitarbeiter, mehr als die Hälfte davon sind eigene Makler. In Deutschland hat McMakler bereits 50 Standorte, Österreich gilt wie berichtet als weiterer Zukunftsmarkt.

Foto: McMakler

Günstiger zur Future: Proptech

Rabatt

 

Nächste Woche findet die große, international top besetzte Proptech-Konferenz in Wien statt. Leser der immobranche erhalten 10 Prozent Rabatt.

Wie machen Sie das? Einfach bei der Buchung unter www.futureproptech.at im Feld „Enter Promotional Code“ den Code IMMOBRANCHEminus10 eintragen.

Aus welchen Fenstern sehe ich die Karlskirche?

karlskircheEine Frage, die sich kaum einer stellen traut, denn wer soll schon eine Antwort darauf kennen?

Mittels digitaler Bildtechnik ist das keine Zukunftsmusik mehr. Denn zum einen könnten gut gemachte Innenaufnahmen im Rahmen der 3D-Vermarktung solche Fragen beantworten. Bei picmyplace werden zum Beispiel die Aussichten aus dem Fenster vom Profifotografen mit aufgenommen (normalerweise befinden sich bei Laienaufnahmen ja nur weiße, überbelichtete Flecken in diesem Bereich).

Eine Antwort auf die Aussicht liefert aber auch das Vermessungsbüro Meixner. Hier kann man sogar die Aussicht aus noch nicht gebauten, sondern geplanten Fenstern simulieren! Basis dafür ist das interaktive 3D Stadtmodell von Wien, das angeblich eine Genauigkeit von 10 cm aufweist.

Auch umgekehrt geht das: Von wo aus ist das eigene Gebäude sichtbar? „Gerade bei größeren Bauprojekten kann unser System als einziges System weltweit objektiv Sichtbarkeiten simulieren und so eine gewisse Rechtssicherheit schaffen. Wir konnten so unseren Kunden bei der Einreichung von Projekten behilflich sein und etwaige Bedenken von Seiten der Stadtplanung frühzeitig ausräumen“, heißt es aus dem Vermessungsbüro.

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