Ausgezeichnete Bildungsbauten

Richard TanzerDie Verleihung des Staatspreises Architektur und Nachhaltigkeit durch das Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus war für die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) ein großer Erfolg. Mit dem Türkenwirtgebäude der BOKU, dem Bildungsquartier in der Seestadt Aspern und dem Justizgebäude Salzburg wurden erstmals in der Geschichte des Staatspreises gleich drei Projekte eines einzelnen Unternehmens ausgezeichnet. Die beiden Bildungsgebäude spielen auch in dieser Geschichte eine Rolle.

Foto: Richard Tanzer

Wohnungsrenditen auf Rekord-Tiefstand

Die quantitative Lockerung der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank hat zu einem beispiellosen Kapitalzufluss in Wohnimmobilien auf den europäischen Märkten geführt. Anleger schichten von Sparkonten und Anleihen mit negativen Renditen immer stärker auf Immobilien um. Die Untersuchungen aus dem jüngsten Residential Market Tracker des europäischen Immobilien-Investmentmanagers Catella zeigen, dass die durchschnittlichen Mietrenditen bei Wohnungen im Verhältnis zu den Verkaufspreisen mittlerweile den niedrigsten Stand seit 40 Jahren erreicht haben.

Hier gehts zu den Details der Analyse. Catella hat übrigens auch einen interessanten Bericht über Österreich herausgebracht.

Hurra, Wohnungen für Afrika!

Stichwort Urbanisierung. Werner H. Bittner (Umdasch Group Ventures GmbH) hat gerade am FM Day zumindest klar gemacht, dass es sich bei dem Megatrend um kein europäisches Phänomen handelt. Afrika, Asien – hier spielt sich alles ab. Eines der innovativen Unternehmen aus dem Umdasch Umfeld ist Neulandt, es macht mobile Fertigteilefabriken für die Massenproduktion von hochstandardisierten Betonfertigteilen. Echt geil!

Bemerkenswert bei diesem Trend finde ich: Plötzlich kümmern wir uns um das Wohnen von Menschen in Afrika und Indien. Die alten Menschen dort tun uns Leid und – jössas! – sie werden immer älter und immer mehr. Die brauchen doch Wohnungen!

Eh. Aber woher kommt dieser moralische Juckreiz, dass wir die ganze Zeit mitleidig UN-Zahlen zitieren und und uns auf einmal um die Wohnungsnot in anderen Kontinenten kümmern? Machen wir das weil wir so nachhaltig und humanistisch sind und Greta Thunberg toll finden? Oder sind wir dabei, neue imperialistische Märkte aufzubereiten? Weil eine Gretchenfrage bleibt: Wer zahlt denn diese Wohnungen eigentlich?

Bestellerprinzip: Mehr Umsatz!

Umsatz BestellerprinzipBesonders spannend: Heute hat die Immobilien Zeitung veröffentlicht, dass die Einführung des Bestellerprinzips in Deutschland, keine Umsatzeinbußen bei den Maklern zufolge hatte. Im Gegenteil! Laut Statistischem Bundesamt stiegen die Umsätze in den beiden Jahren nach der Einführung um mehr als 25 Prozent an!

Jedenfalls ein Beitrag zur weiteren Diskussion in Österreich – und übrigens: Gott sei Dank hat niemand voreilig im Wahlkampf irgendeinen undurchdachten Blödsinn als Gesetz weiter angedacht. Das ist sicher kein Wahlkampfthema, sondern ernst!

Nebenbei sei noch ein Hinweis auf mein Buch erlaubt, in dem ich das Bestellerprinzip, die Folgen und wie man sich darauf vorbereiten schon 2016 erörtert habe.

Mit richtigen Konzepten gegensteuern

Mario Schwaiger hat die Leitung des Geschäftsbereichs Retail der EHL Gewerbeimmobilien GmbH übernommen. Ich habe ihm u.a. eine Standard-Frage gestellt, nämlich:  Wie verändert sich der Handel und was bedeutet das für Gewerbeflächen?

EHL_Mag. Mario SchwaigerSeine Antwort: “Der Handel hat sich bereits deutlich in den letzten Jahren gewandelt. Jetzt gilt es eher mit den richtigen Konzepten gegenzusteuern. Man sieht das einerseits an der Leerstandsentwicklung in vielen Shopping- und Fachmarktzentren andererseits auch deutlich an der Entwicklung mancher Einkaufsstraßen bzw. Stadtzentren. „Schwächere“ Center und Fachmarktzentren haben es bundesweit derzeit schwer Neumieter zu finden, da generell der Trend einer Filialnetzoptimierung bzw. generellen Konsolidierung mehr denn je feststellbar ist. Auch Top-Center und 1A-Lagen müssen sich mittlerweile einer umfassenden Evaluierung durch potenzielle Mieter „stellen“. Lediglich dort, wo eine extreme Knappheit an begehrten Retail-Flächen vorhanden ist (bspw. Kärntner Straße/W, Kohlmarkt/W, Graben/W, innere Mariahilfer Straße/W oder auch in der Getreidegasse/Sbg.) können Vermieter noch aus dem „Vollen schöpfen“ und tw. marktunübliche Preise verlangen/erzielen. Der Tourismus-Boom – insbesondere in Wien – ist eminent und verzeichnet von Jahr zu Jahr enorme Zugewinne. Insofern ist es nicht weiter verwunderlich, dass auch internationale Marken Wien als Expansionsziel #1 „auf dem Radar“ haben.

Zusammenfassend kann daher festgestellt werden, dass die Nachfrage für Top-Lagen bzw. Top-Center nach wie vor (vor allem international) gegeben ist, es für B- und C-Lagen bzw. für schlecht performende Shoppingcenter bzw. Fachmarktzentren sicherlich schwer sein wird, sich gegen den Wettbewerb durchzusetzen und es nur mit kreativen Ansätzen und viel Anstrengung gelingen wird, sich langfristig zu behaupten.”

Mehr Fragen und Antworten zum Thema Handel im Wandel gibt es hier.

Foto: EHL

Energieerzeuger setzt auf Holz-Hybrid

HolzhybridDeutschlands größtes Holz-Hybrid-Gebäude entsteht in Berlin und ist – justament – die neue Deutschland-Zentrale des Energiekonzerns Vattenfall. Auf dem rund 10.000 Quadratmeter großen Grundstück am Berliner Südkreuz errichtet die Firma EDGE Technologies einen Komplex aus zwei miteinander verbundenen Gebäuden. Gegenüber herkömmlichen Stahlbeton-Bauten werden hierbei angeblich rund 80 Prozent weniger CO2-Emissionen erzeugt. Realisiert wird der Bau übrigens von dem Joint Venture zwischen Rhomberg und die Zech Group GmbH.

Der einzige Wirtschaftssektor, der in den letzten zwanzig Jahren an Produktivität verlor? Die Bauwirtschaft!

 

Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Kreutzer, Fischer und Partner.

Neben der massiven Nachfrage von Seiten institutioneller Anleger und rasant steigenden Grundstückskosten seien die, infolge fehlender Produktivitätsgewinne, steigenden Baupreise der ursächliche Grund für die Teuerung im Wohnbau, heißt es darin.

Nominal wuchs die Bauwirtschaft seit 1995 um rund drei Prozent pro Jahr. Der Anstieg war aber ausschließlich preisgetrieben. Die erbrachte Bauleistung entwickelte sich – trotz des Baubooms der letzten Jahre zwischen 1995 und 2018 sogar negativ. Damit ist die Bauwirtschaft nicht nur der einzige der großen Wirtschaftsbereiche, der Wachstum ausschließlich über Preiserhöhungen realisierte, sondern auch jener, der in den letzten rund 25 Jahren keine Produktivitätsgewinne erzielen konnte. Ganz im Gegenteil, seit Mitte der 90er-Jahre verlor die Branche Jahr für Jahr an Effizienz. Im Durchschnitt sank die Arbeitsproduktivität – bezogen auf die insgesamt geleisteten Arbeitsstunden – um 0,6 Prozent pro Jahr. Als Erklärung für die schwache Performance wird gerne die hohe Personalintensität in der Baubranche ins Feld geführt. Doch das Argument greift zu kurz, wie ein Vergleich mit dem ebenso personallastigen Tourismussektor zeigt. Denn Beherbergungsbetriebe und Gastronomie erzielten im selben Zeitraum zumindest moderate Produktivitätsgewinne von jährlich durchschnittlich 0,4 Prozent. Seit 1995 ist die Arbeitsproduktivität im Tourismus um 7,5 Prozent gestiegen, am Bau um 9,3 Prozent gesunken.

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In direkter Nähe zu den Berggorillas, mitten im Weinberg oder erste Reihe fußfrei beim Jetset – diese Hotelneueröffnungen bestechen durch ihre einzigartige Lage. Hier geht’s zur online Story.

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Bildschirmfoto 2019-09-11 um 19.45.11Am 20. September erscheint der neue Trend Guide Immobilienwirtschaft.

Die Themen u.a.:

  • Immo-Boom: Wie lange hält er noch an?
  • Co-Living: Ein Trend kommt nach Wien
  • Baustoff: Wolkenkratzer und Tankstellen aus Holz
  • Zukunft: Wie wir in 60 Jahren wohnen werden
  • Technologie: Die Tools der Makler

Der Trendguif Immobilienwirtschaft liegt am 20. September der Tageszeitung DerStandard bei.

 

 

Co-Alles Flächen

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Es wird immer interessanter, finde ich. Die Funktionen der Flächen vermischen sich immer mehr,

mein Lieblingsbeispiel ist ja 3DEN bei den Hudson Yards in New York. Dort kann man einchecken, und dann: sitzen, lesen, schlafen, essen, arbeiten – alles wozu man halt so Lust hat. Abgerechnet wird im Halbstunden-Takt. Sehenswert, zumindest auf der Website.

Und jetzt gibt es etwas in die Richtung auch in Deutschland. SVYT – The executive space liegt in der Münchner Innenstadt zwischen Maximilianstrasse und Hofbräuhaus und ist eine Art Flughafen-Lobby mitten in der Stadt.

Jan Lehmann, Co-Founder von SVYT: „Die Gäste sollen sich wie im eigenen Wohnzimmer fühlen und bei einem maßgeschneiderten Aufenthalt auf ihr Business konzentrieren können.“ Deshalb gibt es vor Ort neben Getränken auch Internetzugang, Drucker und Scanner sowie eine internationale Zeitungsauswahl. Speziell geschulte Business Concierges sind den Gästen während des Aufenthalts bei Fragen und Anliegen jederzeit behilflich.

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Erstes Kinderhotel in der Stadt

1888_big_hhh_muenchen_55Harry’s Home München Moosach ist wohl das erste Stadt-Kinderhotel im deutschsprachigen Raum. Dank der neuen Kooperation mit Kinderhotels Europa können kleine Gäste in einem 45 Quadratmeter großen Spielzimmer malen, bauen, basteln und kochen. Familienfreundliche Studios stehen in dem Haus mit insgesamt 123 Zimmern ebenso zur Verfügung wie Buggys, Hochstühle und Babybetten. Zum Frühstück wählen Minis zwischen frischem Obst, Müsli und Säften aus – gegessen wird mit kindgerechtem Geschirr und Besteck. Für Eltern, die einen Abend zu zweit in der bayerischen Landeshauptstadt verbringen möchten, organisiert das Hotel eine qualifizierte Kinderbetreuung. Kosten? 199 € pro Nacht inkl. Frühstück für 2 Personen und 1 Kind bis 6 Jahre.

Foto: Harry’s Home/Daniel Zangerl

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