Henri in Wien

Zwischen all den Negativ-Nachrichten blitzt Henri heraus. Dabei handelt es sich um ein lässiges Boutique-Hotel, das in der Wiener Lindengasse am 3. Juli eröffnet hat. Das Lifestyle-Konzept aus Deutschland legt Wert auf individuell gestaltete Häuser. Wien ist nach Hamburg, Berlin und Düsseldorf das vierte der Marke. Die Einrichtung der 41 Zimmer kombiniert historisches Mobiliar mit Tapeten und Stoffen, die auf die Wiener Wohnepochen des 20. Jahrhunderts anspielen. Witzig: An vier Tagen der Woche kommen die Gäste in den Genuss des „Abendbrots“ im Heurigen-Stil mit Brot, hausgemachten Aufstrichen, Schmankerln und heimischen Weinen. www.henri-hotels.com

Foto: Stefan Bogner

Neue Plattform für Immobiliendienstleister

Wie finden Sie als Auftraggeber, Immobilieneigentümer oder Investor den richtigen Dienstleister für die professionelle Bewirtschaftung Ihrer Immobilie? Wie kommen Sie als Service Provider an attraktive Aufträge und entwickeln sich zum geschätzten Partner? Der Real Estate Service Monitor ist dafür eine neue Plattform.

Mit dem Tool aus dem Hause Drees & Sommer soll mehr Transprenz und Einfachheit in den Facility Service Markt gebracht werden. Zu Beginn stehen die Daten und Informationen von Unternehmen aus Österreich im Fokus. Im nächsten Schritt werden wir die Plattform auf die DACH-Region sowie auf ganz Europa erweitern.

www.res-monitor.com

„Die Preise sind dabei absolut stabil, teilweise ist sogar ein leichter Anstieg zu verzeichnen. Wohnen ist und bleibt ein zentrales Thema für die Menschen. Das sieht man auch daran, dass, wenn das Zuhause passt, es häufig verschönert und optimiert wird, so dass Handwerker auf Monate ausgebucht sind.“

„Wir verzeichnen nach wie vor eine Wohnungsknappheit in den Ballungsräumen, da zu wenig neu gebaut wird. Gerade jetzt möchten sich viele Menschen verändern. Das Homeoffice erfordert nicht mehr die Nähe zum Arbeitsplatz, wenn man zukünftig statt fünf Mal nur noch ein bis zwei Mal die Woche in die Firma fahren muss.“

Michael Heming, Präsident FIABCI Deutschland

Gewerkschaft und Bauträger wollen kooperieren

Ankündigung einer Pressekonferenz für 23. Juli 2020:

„Das Corona-Virus macht eine ungewöhnliche aber vernünftige Partnerschaft möglich. Die VÖPE (Vereinigung Österreichischer Projektentwickler) und die GBH (Gewerkschaft Bau-Holz) starten eine gemeinsame Initiative. Es geht um baureife Projekte mit einem Gesamtvolumen von 25 Milliarden Euro, welche mangels an Bescheiden und Beschlüssen derzeit „auf Eis” liegen.
Im Zuge der Pressekonferenz wird aufzeigt, was notwendig ist, um 250.000 Arbeitsplätze in den nächsten Jahre zu sichern und zu schaffen.
Das wäre das beste und größte Konjunkturpaket, um aus der Krise herauszukommen. Lassen wir mit privatem Kapital die Euros auf die Baustellen, um Arbeitsplätze zu sichern und zu schaffen.“

Falkensteiner eröffnet in Kalabrien

Mitten in der Virusrezession kommt Falkensteiner mit der munteren Nachricht daher, ein neues Hotel eröffnet zu haben. Erstmals zieht es die erfolgreiche Marke in den Süden des italienischen Festlandes, nach Kalabrien.

Anfang Juli wurde das Familienhotel „Club Funimation Garden Calabria“ an der bekannten Costa degli Dei nahe der historischen Kleinstadt Tropea aufgemacht. Das bestehende Resort wurde von einer Hotelgruppe übernommen, 224 der insgesamt 580 Zimmer sind frisch renoviert und umgestaltet. Wie immer gibt es allerhand für Kinder und Familien, witzig finde ich zum Beispiel den Spray-Park für Kleinkinder. Gerade in Zeiten wie diesen ist der hoteleigene Strand, der Schatten spendende Pinienwald und die Gartenanlage mit viel Platz sicher auch hilfreich.

Fotos: Falkensteiner

Blaues Auge für Büromarkt Wien

Eine leichte Erholung am Wiener Büromarkt nach der Coronakrise ortet Otto Immobilien.

Im zweiten Quartal wurden am gesamten Büromarkt knapp 30.596 Quadratmeter Büroflächen, gemäß den Qualitätsstandards des Vienna Research Forums (moderne Büroflächen, ab 1990 gebaut/generalsaniert mit gewissen Qualitätskriterien), vermietet.

Dies ist zwar der geringste Wert der vergangenen vier Jahre im selben Vergleichszeitraum. Allerdings: Im ersten Quartal 2020 lag die Vermietungsleistung gar nur bei 12.977 Quadratmetern – das sind rund 65 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum 2019. „In Anbetracht dessen bin ich mit der positiven Dynamik seit Anfang Juni sehr zufrieden. Der Büromarkt ist mit einem blauen Auge davon gekommen und wir rechnen derzeit mit einer Vermietungsleistung von 100.000 Quadratmetern für das Jahr 2020,“ sagt Steven Bill Scheffler, Teamleiter Bürovermietung bei OTTO Immobilien.

Immobilien zeigen sich weiterhin krisenfest

Eine aktuelle Analyse des europäischen Immobilienmarktes vom Beratungsunternehmen Deloitte zeigt: Die Leistbarkeit von Eigentum nimmt in Österreich zunehmend ab. Kaufpreise für Wohnungen am heimischen Markt sind spürbar gestiegen. Mietobjekte in Wien sind hingegen im internationalen Vergleich relativ leistbar. In Städten wie Luxemburg, Paris und London mietet es sich deutlich teurer. Welche Folgen die Corona-Krise auf den Immobilienmarkt hat, wird sich zwar erst zeigen – jedoch dürfte COVID-19 laut den Experten keine signifikanten Auswirkungen auf die Eigenheimpreise haben.

• Sinkende Leistbarkeit: Rund 10 Bruttojahresgehälter müssen für österreichische Eigentumswohnung mit 70 m2 bezahlt werden
• Teure Städte: Paris, Luxemburg und München sind bei Wohnungskauf an Europaspitze
• Moderate Mieten: Wien ist mit EUR 9,90 pro Quadratmeter im Vergleich relativ günstig
• Gute Prognose: COVID-19-Krise wird kaum Auswirkungen auf Kaufpreise haben

HYBRID EXPO: neue Standpreise

Wie genau schaut die EXPO REAL heuer aus, was soll dieser Hybrid Summit. Infos dazu kommen von der Messe München spärlich, aber immerhin nun gibt es Kosten für Aussteller. Die Ausstellerkojen nennen sich Smart Space und sind in verschiedenen Größen buchbar. Für einen Gemeinschaftsstand mit 54 Quadratmeter verlangt die Messe 96.300 Euro. Wer mit 9 Quadratmeter zurecht kommt, braucht nur 17.900 Euro blechen.

Der Mehrwert ist völlig unklar

Was man dafür bekommt? Das sagt die Messe noch nicht wirklich. Klar, Auf- und Abbau und so sind dabei, aber was genau bei den Vorträgen zu erwarten ist, wie die virtuelle Version des Events konzipiert ist und worin der eigentliche Mehrwert einer Teilnahme vor Ort besteht ist völlig unklar. Ebenso offen lässt die Messe, was ein Besucherticket kosten wird.

GNK Media House wird Real Estate Media Group

Alles neu: Der auf die Immobilien- und Baubranche fokussierte Verlag GNK Media House GmbH firmiert ab sofort unter dem Namen Real Estate Media Group GmbH. Michael Neubauer ist alleiniger Gesellschafter des Verlages, die bisherigen Anteilseigner Philipp Kaufmann und Markus Schafferer haben keine Beteiligung mehr.

„Der eingeschlagene Weg in der Berichterstattung auf Qualität zu setzen wird nicht nur beibehalten, sondern verstärkt“, so Michael Neubauer. „Redaktion und Grafik wurden aufgestockt, um in der crossmedialen Berichterstattung weitere Akzente setzen zu können.“

Das quartalsmäßig erscheinenden Magazin für nachhaltige Immobilien (ImmoFokus) bleibt wie gehabt, auch das Magazin für die Bauwirtschaft (BauTecFokus). Neues dürfte es im Web geben.
www.media-group.immo

FM: Unternehmen investieren stärker in Umweltschutzmaßnahmen

Klimaschutz und Umweltfreundlichkeit sind inzwischen ein wesentlicher Bestandteil des Facility Managements. Nicht zuletzt die verstärkte mediale Aufmerksamkeit hat bei zwei Dritteln der FM-Fachabteilungen zu einer höheren Priorität geführt. Mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen sieht inzwischen einen Mehrwert in ökologischen Facility Services. Ein Drittel plant ein festes Budget für Umweltschutzmaßnahmen ein. Neben Personalmangel und Digitalisierung gehören Umwelt- und Klimaschutz inzwischen zu den wichtigsten Themen im Markt.

Das sind Ergebnisse der aktuellen Lünendonk-Studie 2020 „Facility Management in Deutschland – Eine Analyse des Facility-Management-Marktes aus Nutzersicht“, für die 173 Auftraggeber analysiert wurden. Die Studie wurde nach 2018 und 2019 bereits zum dritten Mal durchgeführt. Sie ermöglicht damit erstmals belastbare Ableitungen zu Entwicklungen. Die Studie wurde mit freundlicher Unterstützung der Brancheninitiative „Facility Management – die Möglichmacher“ Anfang 2020 durchgeführt und steht ab sofort unter fm-die-moeglichmacher.de zum kostenfreien Download bereit. Sie erscheint anlässlich der Servparc, die in diesem Jahr als digitales Event stattfindet.

Nur wenige wollen generationenübergreifendes Wohnen

Idyllisch im Familienverband wohnen ist gar nicht so erwünscht, zeigt eine repräsentative Befragung von Raiffeisen Immobilien. Demnach entstand während der Corona-Krise nur bei jedem achten Befragten (13%) der Wunsch, im größeren Familienverband zu leben, z.B. gemeinsam mit Eltern oder Großeltern, aber auch mit Kinder, die bereits ausgezogen sind. Bei Frauen ist dieser Wunsch mit 16% deutlich stärker ausgeprägt, ebenso bei den 40- bis 50jährigen: Hier wünschen sich 17% generationenübergreifendes Wohnen im Familienverband, was wohl damit zu tun hat dass die Eltern dieser Altersgruppe zumeist bereits sehr betagt und häufig pflegebedürftig sind.

IMMOBILIENWIRSCHAFT – die neue Ausgabe

Der aktuelle Trendguide, den ich als Chefredakteur machen darf und der der Tageszeitung DerStandard beiliegt, erscheint morgen, Freitag, 28. Mai 2020.

Diesmal war es besonders spannend. Was soll man zu Corona sagen, ohne die übliche Kaffeesudleserei zu wiederholen?

Im Ernst: Nach der Analyse von Expertenmeinungen kann festgehalten werden, dass sich soooo viel gar nicht ändert. Gerade in der Immobilienbranche. „Nichts wird mehr so sein wie es war“ – der Satz wird seit 9/11 gerne zur Hysterisierung von allem verwendet (und gilt im Übrigen jeden Tag).

Die Corona-Effekte

Was unserer Analyse nach passiert: Die Trends, die vorher schon da waren, passieren viel rascher, werden schneller und radikaler umgesetzt. Die Assetklassen differenzieren sich immer stärker. Zinsen bleiben tief, Immobilieninvestitionen attraktiv, Eigentum ebenso. Der Virus offenbart schonungslos die vorher schon da gewesenen Probleme bei Hotels und Retail. Logistik ist gefragt und die Zukunft der Wissensarbeit entwickelt sich als Mischform weiter – weder werden klassische Büros obsolet, noch wird das mobile Arbeiten aufhören.

Mehr dazu im Heft morgen!

6 Thesen zum Office

Vitra hat sechs Thesen entwickelt, nach denen Arbeits- und Wohnumgebungen – bzw. auch das Home Office – gestaltet werden.

1

Der Gesundheitsschutz erhält Vorrang
Neue Vorsichtsmassnahmen bei gemeinschaftlich genutzten Räumen dienen dem Schutz vor Ansteckung und Krankheit. Oberflächen, Türklinken, Sanitärräume und häufig berührte Flächen an Stühlen werden täglich gereinigt. Textilien und Polster könnten durch abwischbare Materialien wie Leder oder Kunstleder sowie Kunststoff verdrängt werden. Eine gute Alternative ist Holz, das als warmes, natürliches Material mit angenehmer Haptik und guten Hygiene- und Reinigungseigenschaften eingesetzt werden kann.

2

Das Homeoffice setzt sich durch
Viele Menschen arbeiten inzwischen zu Hause. Dieses unfreiwillige Experiment hat gezeigt, dass die erforderlichen Technologien existieren und funktionieren – und dass produktive Teamarbeit auch so möglich ist. Unternehmen, die ihre Angestellten zu Hause arbeiten lassen, erhalten dadurch nicht nur Zugang zu einem globalen Pool qualifizierter Arbeitskräfte, sie verringern auch ihren ökologischen Fußabdruck. Ausserdem führt regelmässiges Arbeiten im Homeoffice zu einer geringeren Besetzungsdichte im Büro und ermöglicht das Einhalten des erforderlichen räumlichen Abstands zwischen den Anwesenden.

3

Besprechungen finden seltener statt – und anders
Für die Post-Corona-Zeit stellt sich die Frage, ob und wie wir einander in Zukunft begegnen. Viele Besprechungen und Angebote werden auf digitale Plattformen verlegt. Die Häufigkeit realer Begegnungen dürfte abnehmen: Wir treffen uns nur noch, wenn es unvermeidbar ist – dann mit größerem Abstand in Besprechungsräumen oder im Stehen.

4

Neue Richtwerte bestimmen die gemeinsame Nutzung von Räumen
In voll belegten Arbeitsräumen, dicht nebeneinander an langen Tischen oder jeden Tag an einem anderen Schreibtisch – so werden wir wohl vorerst nicht mehr arbeiten, wenn wir nach der Krise wieder ins Büro gehen. Dies muss jedoch nicht die Rückkehr der Zelle oder Wabe bedeuten. Unternehmen müssen dafür sorgen, dass ihre Mitarbeiter Abstand halten und die gemeinsame Nutzung von Gegenständen und Orten reduzieren.

5

Der Firmenstandort gewinnt an Bedeutung
Die persönliche Anwesenheit wird für Unternehmen, Teams und Aufgaben unvermeidbar bleiben, die auf körperlichen Einsatz, direkte Zusammenarbeit oder das Bedienen von Maschinen angewiesen sind. Aktuelle Umfragen und Studien zeigen, dass Angestellte den Arbeitsplatz in der Firma keineswegs als notwendiges Übel betrachten, sondern gerne im Büro arbeiten. Diese Bewertung hat sich im Laufe der Covid-19-Pandemie bestätigt: Nach mehreren Wochen Homeoffice vermissten die meisten Arbeitnehmenden die gewohnte Arbeitsumgebung, das kollegiale Miteinander und die vertrauten Abläufe. Aus diesem Blickwinkel erscheint das klassische Büro als Ort des Zusammenkommens in einer zunehmend digitalisierten Welt.

6

Eine neue Ästhetik entsteht – oder nicht
Was haben wir durch Covid-19 gelernt? Wir können eigentlich fast überall arbeiten. Wenn wir in Zukunft ins Büro gehen, dann haben wir eine bewusste Entscheidung getroffen. Wir möchten unsere Kollegen sehen, spezielle Aufgaben erledigen oder uns auf die Unternehmensziele und -werte einstimmen. Ein übergreifendes Thema wird das Bedürfnis nach Menschlichkeit sein. Im Büro darf es ruhig formeller aussehen als zu Hause, aber eben auf eine Weise, die den Grundbedürfnissen der Menschen nach der Krise entspricht. Im Büro muss man sich wohlfühlen können, beschützt und sicher – nicht zuletzt, weil hohe Hygienestandards gelten. Möglicherweise kommen neuartige Formen, Farben und Materialien auf, die dieses Bedürfnis erfüllen. Die Post-Corona-Innovationswelle vollzieht sich bisher vornehmlich digital und bleibt daher unsichtbar – wie das Virus selbst. Vertrautes und Bewährtes gewinnt daher an Bedeutung – zeitlose Produkte, die schon unseren Eltern und Grosseltern gute Dienste geleistet haben.

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