Die 10 größten Herausforderungen der Immobilienwirtschaft

Der Immobilienfachbeirat des Kongress-Anbieters Ghezzo formulierte in einem Treffen die zehn wichtigsten Trends und Herausforderungen der Immobilienwirtschaft 2017/2018:

  1. Nutzungszyklen werden immer kürzerInnovation
  2. Digitalisierung und Automatisierung
  3. Mobilitätskonzepte verändern Anforderung an die Immobilie
  4. BIM
  5. Neue Wohnformen und Leistbarkeit
  6. Unternehmenskultur
  7. Die Politik fordert viel und agiert sprunghaft
  8. Steigende Grundstückspreise und Baupreise
  9. Steigende Komplexität der Projekte, vor allem im Bereich der Quartiersentwicklung
  10. Was passiert nach der Entschleunigung des Booms?

Im Fachberat sind folgene Personen vertreten: Gerald Beck (Strauss & Partner), Marc Guido Höhne (Drees & Sommer), Andreas Holler (BUWOG), Christian Hrdliczka (RE/MAX Austria), Alexander Kopecek (Wien 3420 Aspern Development AG), Andreas Köttl, (value one holding), Wolfgang Kurzacz-Dörflinger (CA Immobilien), Ernst Machart (IWS Town Town), Eugen Otto (Otto Immobilien), Michael Pech (ÖSW), Herwig Peham (EHL), Georg Spiegelfeld (Spiegelfeld Immobilien), Christian Traunfellner (Immofinanz AG), Peter Ulm (6B47).

Schmackhaftes Gastrokonzept

KaffebarDer Betreiber für die Gastro-Flächen im Orbi-Tower steht fest. SV Österreich wird das Café und das Restaurant mit einem zeitgemäßen Konzept bespielen. Im Obergeschoß befindet sich das Selbstbedienungs-Restaurant für 170 Leute, hier soll man sich in Zukunft sein Menü individuell zusammen stellen können. „Unsere Gäste wählen nach Lust und Laune ihr Lieblingsgericht, das dann in der offenen Showküche frisch zubereitet wird. Die einzelnen Speisenkomponenten wie Fleisch oder Fisch, Beilagen und Saucen können beliebig kombiniert werden“, erklärt Andreas Kabela, Geschäftsführer von SV Österreich.

Das Café hingegen bietet kleine Speisen, Smoothies, Kuchen, Frühstücksvarianten und Take Away an und ist direkt von außen zugänglich.

Foto: SV Group

Für FMZ wird’s eng

Closeup of woman holding shopping bags with copy spaceNur zwei von vier, von RegioPlan Consulting definierten, Fachmarktzentrentypen in Österreich legen eine positive Entwicklung hin. Kleine Nahversorger, die 27% aller österreichischen Fachmarktzentren ausmachen, werden weiterhin aufgrund von Lebensmittelankern von Impulskäufen profitieren, heißt es in einer Zusammenfassung einer Studie von RegioPlan. Auch große regionale Zentren, die nur 4 % aller Fachmarktzentren ausmachen, haben wegen ihres modernen Mieterangebots stabile Entwicklungen. Für nicht klar positionierte Fachmarktzentren– und das sind immerhin 60 % – wird’s eng in Zukunft. Macht nichts, könnte man sagen, Österreich hat eh genug: Die Fachmarktzentrendichte in Österreich führt heute mit 165 Quadratmetern pro 1.000 Einwohner europäische Rankings an.

Foto: CC0

Wohnungs-Customizing

Dachgeschoss_Palais_Schottenring_Vienna_credit_CUUBUUS_architects_&_developersKLWer viel Geld für eine Wohnung hinblättert, will auch genau das haben, was er sich wünscht – sprich: Er will mitbstimmen. “Customizing” nennt sich das beim Luxusprojekt Palais Schottenring Vienna. „Die eigene Selbstverwirklichung in der Architektur voran zu stellen, wäre unangebracht”, gibt sich Eduard Mair, Projektleiter des Palais Schottenring Vienna und Gründer des Generalplaners cuubuus architects & developers, zurückhaltend. “Vielmehr geht es uns ganz klar darum, die Visionen des Kunden Wirklichkeit werden zu lassen. Natürlich bringen wir unsere Fachexpertise beratend ein. Bei diesem Austausch entstehen die besten Lösungen und der Kunde findet sich in seiner Wohnung wieder.“ Im Sinne eines „one stop shop“ hält das Palais Schottenring auch eigene Interior-Designer bereit. Der Kunde wird daher auf Wunsch bis hin zur Inneneinrichtung begleitet, sodass jede Wohnung ihre ganz individuelle Handschrift trägt.

Aktueller Stand der Vermarktung: 40 Prozent der Wohnungen sind bereits an den Mann/die Frau gebracht, das ist sauber! Das Projekt soll im Herbst 2018 fertig werden.

Foto: CUUBUUS architects & developers

Von wegen Urbanisierung

LandlebenEine weitere Studie bestätigt ein Lieblingsthema von mir: Stadtflucht. Wie schon oft geschrieben, halte ich es für vermessen von UN-Zahlen, die Megacities in Asien beschreiben, auf Wien und Mistelbach zu schließen.

Zwei Drittel der Stadtmenschen würden lieber am Land leben, lautet ein Ergebnis einer Market-Meinungsumfrage im Auftrag von BAU!MASSIV! Umgekehrt würde nur ein Viertel der Landbewohner in die Stadt wechseln wollen. Die Wohnzufriedenheit ist am Land auch deutlich höher als im urbanen Raum.

Foto: Daniel Frank/CC

Eigene Raiffeisen Messe

Mein Fehler! Ich dachte, dass Raiffeisen die WIM umschiffte, und ihre eigene Messe macht. Das ist falsch, Raiffeisen war sehr wohl auf der WIM vertreten und organisiert darüber hinaus noch eine weitere Veranstaltung – und zwar am 21.4. im Wiener Looshaus, bei der auch Breiteneder Immobilien, FindMyHome.at, JP Immobilien und SIGNA Living mit dabei sind. Details dazu hier.

FM von Null weg

Michael Beck, Leiter Gebäudemanagement bei TTS Tooltechnic Systems, hat den Resetknopf gedrückt und erklärt, wie man FM-Organisationen vom Grunde aufbaut

Was 2017 auf den internationalen Retailmärkten wichtig wird: die 6 bedeutendsten Trends

RetailtrendsExperten-Statement von Fiona Hamilton, Global Head of Retail for International Brands bei BNP Paribas Real Estate

In einer sich rasant verändernden Welt versuchen internationale Brands innovativer zu sein als der Wettbewerb. Globalisierung, moderne Technologien und demografische Veränderungen wirken sich grundlegend auf das Konsumverhalten aus. Die Digital Natives stehen nun im Fokus zukünftiger Einzelhandelskonzepte. Die Verbraucher von heute wollen jederzeit auf Produkte zugreifen können, was zu einer grundlegenden Veränderung unseres Einkaufsverhaltens führt.

Außerdem ändert sich auch die Einkaufsmotivation: weg vom simplen Kauf als Notwendigkeit hin zu emotionalen Beweggründen, Interaktions-und Partizipationsmöglichkeiten, die die persönlichen Werte ansprechen. Von Big Data bis zur Renaissance der Highstreet – der Einzelhandel erfindet sich gerade neu. Fiona Hamilton, Global Head of Retail for International Brands bei BNP Paribas Real Estate, stellt die sechs wichtigsten Trends für das Jahr 2017 vor. Sie zeigen, dass wir bereits in der Zukunft angekommen sind:

1.            Die Hightreet ist zurück – allerdings in neuem Gewand

Der reine Onlinehandel hat sich weiterentwickelt. Für Onlinehändler und globale Brands wird das physische Ladenlokal immer wichtiger, denn nur so kann ein maßgeschneidertes Shopping-Erlebnis geschaffen werden. Mit einem reinen Onlineangebot ist dies nicht zu schaffen. Kunden suchen zunehmend nach neuen Orten der Begegnung und Erholung.

Trotz des Erfolgs des Onlinehandels werden 95 % aller Einzelhandelsumsätze im klassischen Ladengeschäft generiert: Der Shop feiert ein Comeback, und sogar Amazon und Google eröffnen ihre ersten stationären Läden. Da sich Marken und Retailer zunehmend auf neue Modelle konzentrieren, sehen wir eine neue Art des Austauschs mit dem Kunden. Im Zuge des technischen und digitalen Fortschritts gewinnen der temporäre Einzelhandel, die Hybridisierung und Try-Advertising an Bedeutung. Außerdem eröffnen immer mehr Marken, von Kellogg’s bis zu Nespresso und von Samsung zu DreamWorks, physischeStores. Auch diese Unternehmen wollen Kunden ihre Geschichte mitteilen. Der direkte Kundenkontakt ist unersetzlich.

2.            Beim neuen Luxusverständnis geht es nicht um „was ich habe”, sondern um „wer ich bin”

Die Ausgaben im Luxussegment haben sich mit 253 Mrd. € in den letzten 20 Jahren mehr als verdreifacht. Es geht darum, zu verstehen, wer die Verbraucher sein wollen und nicht darum, was sie besitzen wollen. Marken überdenken die Art, wie sie Luxus darstellen, und verschieben ihren Fokus weg vom reinen Verkauf von Produkten hin zum Verkauf von Dienstleistungen und Erlebnissen. Verbraucher erwarten von den etablierten Marken dasselbe einfache, reibungslose Einkaufserlebnis, das ihnen Tech-Start-ups bieten. Retailer bieten neue Formate, um die Kunden zu erreichen, die klassischen Luxusmarken distanziert gegenüberstehen. Sie eröffnen immer mehr Pop-up-Stores, Hybrid-Outlets und neue Shops, um so ein größeres Publikum zu erreichen. Luxusmarken gehen auch immer mehr in den Bereich „Fast Fashion”. Angetrieben durch die sozialen Medien und die „on-demand“-Kultur, schicken sie neue Artikel direkt vom Laufsteg an den Einzelhandel und stärken somit die Kundenbindung.

3.            Big Data zur Aufzeichnung und Personalisierung

Heute nutzen Technologien dem physischen Einzelhandel mehr, als dass sie ihm schaden. Mobile Technologien werden in Shops zunehmend eingesetzt. Es kommt zu einer Mischung aus digitalen und physischen Elementen, um so das Verbrauchererlebnis flexibler und persönlicher mit besserem Kundenaustausch und -service zu gestalten. Die Schlange an der Kasse gehört der Vergangenheit an. Kunden können sich von Robotern und virtuellen Shop-Mitarbeitern beraten lassen. Durch den Einsatz von iPads im Laden entsteht ein schier endloses Angebot.
Auch Retailer können davon profitieren, da sie ihren Kunden in Echtzeit die wichtigsten Botschaften übermitteln können. Und es lohnt sich: Das Internet der Dinge könnte bis 2025 den Einzelhandelsumsatz um bis zu 1,2 Billionen US-$ steigern.

4.            Der Aufstieg des globalen „Hyper-Verbrauchers”

Führende Retailer expandieren nicht nur in einer Region. Die Welt wächst zusammen und heute ist es wichtiger als je zuvor, dass Unternehmen neue Märkte erschließen. Der globale Durchschnittsverbraucher wird älter, mobiler und kommt immer häufiger aus dem asiatischen Raum. Die unschärferen sozialen Strukturen und die Urbanisierung führen dazu, dass immer mehr Menschen die gesellschaftliche Freiheit und die Mittel haben, mit mehr Auswahl zu shoppen. Der regionale Kontext ist wichtig, die Herangehensweise aber immer globaler. Verbraucher von Boston bis Peking fragen die gleichen Smartphones nach, tragen die gleiche Mode und trinken (fast) das gleiche Craft-Bier. Die globalen Hyper-Verbraucher sind ständig auf der Suche nach Kundenbegeisterung mit lokalem Bezug. Globale Brands werden zunehmend „glocal”, wobei sich globale Expertise mit lokaler Kultur vermischt. Sie kooperieren mit regionalen Marken und verwenden oft regionale Rohstoffe und Zutaten.

5.      Reisebranche führt die Bewegung an

An den größten Flughäfen und Verkehrsknotenpunkten sieht man schon heute die wichtigsten Einzelhandelstrends von morgen. Weit mehr als 400 Millionen Passagiere werden pro Jahr allein an den fünf wichtigsten Flughäfen abgefertigt. Es kommt also nicht von ungefähr, dass wir eine Verdoppelung des Umsatzes in der Reisebranche auf 100 Mrd. US-$ in den nächsten zehn Jahren prognostizieren. Vor dem Hintergrund, dass Reisende ihre Handys als persönliches Informations- und Navigationsgerät nutzen, bieten Einzelhändler auf diesem umkämpften Markt zunehmend innovative Services an. Diese Konsumenten verlangen ein für sie passendes Shopping-Erlebnis, das ihnen das richtige Produkt zur richtigen Zeit bereitstellt. Führende Technologien können für neue, personalisierte Angebote eingesetzt werden, sei es ein Wellnessbesuch oder ein neues Parfüm. Wie wär’s zum Beispiel mit einem Kit-Kat-Smoothie, eine Stunde in einem Strandkorb unter einer Kokospalme oder einfach relaxen am Strand? Besuchen Sie Singapurs Changi Airport!

6.            All you can eat

Essen und trinken ist viel mehr als nur Kraftstoff für den Körper. Wir befinden uns inmitten einer Revolution, angetrieben von den sozialen Medien und dem Appetit der Kunden nach neuen, authentischen gastronomischen Erlebnissen. Da der Einzelhandel zunehmend erlebnisorientiert ist, setzen Marken Food zunehmend als Teil des Kundenerlebnisses ein. Essen ist demokratischer geworden. Im Luxussegment sieht man immer weniger weiße Leinentischdecken und zunehmend Pop-up-Konzepte von bekannten Chefköchen. Der Ruf des Street Foods ist nicht mehr so negativ; es hat sich von den Verkaufsständen abgenabelt und wird mehr und mehr Teil des Shopping-Erlebnisses. Außerdem wird die Verbindung von Essen und Technologie immer wichtiger. An teaBOT-Automaten kann man den Blatt-Tee nach Wunsch auswählen und die Mischung mittels Knopfdruck bestellen. Am Newark Liberty International Airport in New Jersey gibt es 6.000 iPads, auf denen Reisende Essen bestellen, im Internet shoppen oder Flugdaten abrufen können. Die Welt der Gastronomie verändert sich. Was wollen Sie morgen essen?

Miete in Bitcoin bezahlen

20150929_JSkora_Vision_13768

Das nenne ich mal innovativ: Der Schweizer Marktführer im Bereich Serviced Apartments kündigt an, dass die Miete an allen Standorten von VISIONAPARTMENTS ab sofort mit Bitcoin bezahlt werden kann. Darüber hinaus prüft das Unternehmen derzeit weitere Möglichkeiten, wie die Welt der Krypto-Finanzen im Immobilienbusiness eingesetzt werden kann.

Neues Bewertungs-Netzwerk

faircheck nennt sich das Service, das einfach online Bewertung von Immobilien verspricht. In der Versicherungsbranche bereits etabliert, will der Anbieter aus der Steiermark nun also auch den Immo-Markt aufmischen. Die Idee: Zertifizierte Sachverständige führen in allen Regionen Österreichs Begutachtungen durch und verfassen standardisierte ImmoCheck-Gutachten.

In Abhängigkeit vom Liegenschaftswert wird bereits ab € 590 netto ein vollständiges Kurzgutachten erstellt. Daneben wird ab € 265 netto ein VersicherungssummenCheck angeboten.

Neutrale Bewertung von Häusern, Wohnungen und GrundstückenDer verantwortliche Immobiliensachverständige Harald Reichenbäck (Bild) über die Vorteile eines Kurzgutachtens von ImmoCheck: „Ein klarer Mehrwert ist, dass wir im Zuge der Immobilienbegutachtung eine Standort- bzw. Umgebungsbeschreibung darstellen und das Hochwasserrisiko ermitteln. Unser Gutachten berücksichtigt somit eine Vielzahl an bewertungsrelevanten Faktoren, ist kurzgefasst, klar gegliedert und leicht nachvollziehbar.“ Ein ImmoCheck-Gutachten aus dem Hause faircheck übertrumpfe somit gängige Marktwertgutachten bzw. Verkehrswertgutachten, da der Marktwert frei von Interessen Dritter ermittelt werde. Darüber hinaus werden weit mehr Umfeld- bzw. Standortfaktoren berücksichtigt als in durchschnittlichen Gutachten. Diese Informationen werden dank des Informationspartners checkmyplace.com besonders anschaulich dargestellt.

faircheck-immo.eu

Foto: faircheck Schadenservice GmbH

GalCap Europe kauft Palais in Budapest

BudapestNews von dem von Manfred Wiltschnigg, Marco Kohla und Paul Hallam gegründeten Unternehmen GalCap Europe: Es hat im Rahmen seines Osteuropa-Mandates für einen von Institutional Investment Partners verwalteten Individualfonds eines deutschen Versorgungswerkes ein renoviertes Innenstadtpalais in Budapest erworben. Das Objekt „Merkur Palota“ befindet sich im zentralen VI. Bezirk der ungarischen Hauptstadt, fußläufig zur Oper und zur Prachtstraße Andrassy út. Das Haus mit ca. 8.000 m² vermietbarer Fläche wurde in den letzten Jahren generalsaniert und beherbergt nun u.a. die Europazentrale von Prezi.com, dem erfolgreichsten Internet Start-up Ungarns. Das Erdgeschoss wird von einem Restaurant genutzt, in den beiden Dachgeschossen befinden sich insgesamt 8 Apartments, alle mit Terrasse und beeindruckenden Ausblicken über die Stadt. Verkäufer ist ein Privatinvestor, über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

„Die Märkte in CEE, insbesondere Budapest, bieten noch gute Kaufgelegenheiten und attraktive Risiko-Rendite-Profile. Wir haben für unsere Kunden mehrere Deals in der Pipeline und werden die Aktivitäten in Osteuropa weiter steigern“

kommentiert Marco Kohla, Managing Partner von GalCap Europe.

Foto: Daniel Olah/CC

Sparen Sie 100 Euro!

Der Real Estate Circle in Stegersbach rückt näher. Immobranche-Leser können sich 100 Euro sparen, wenn sie noch dabei sein wollen. Bei der Anmeldung einfach “Immobranche” als Gutscheincode angeben!

 

Weitere Einträge laden 787 weitere vorhanden