Energieerzeuger setzt auf Holz-Hybrid

HolzhybridDeutschlands größtes Holz-Hybrid-Gebäude entsteht in Berlin und ist – justament – die neue Deutschland-Zentrale des Energiekonzerns Vattenfall. Auf dem rund 10.000 Quadratmeter großen Grundstück am Berliner Südkreuz errichtet die Firma EDGE Technologies einen Komplex aus zwei miteinander verbundenen Gebäuden. Gegenüber herkömmlichen Stahlbeton-Bauten werden hierbei angeblich rund 80 Prozent weniger CO2-Emissionen erzeugt. Realisiert wird der Bau übrigens von dem Joint Venture zwischen Rhomberg und die Zech Group GmbH.

Der einzige Wirtschaftssektor, der in den letzten zwanzig Jahren an Produktivität verlor? Die Bauwirtschaft!

 

Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Kreutzer, Fischer und Partner.

Neben der massiven Nachfrage von Seiten institutioneller Anleger und rasant steigenden Grundstückskosten seien die, infolge fehlender Produktivitätsgewinne, steigenden Baupreise der ursächliche Grund für die Teuerung im Wohnbau, heißt es darin.

Nominal wuchs die Bauwirtschaft seit 1995 um rund drei Prozent pro Jahr. Der Anstieg war aber ausschließlich preisgetrieben. Die erbrachte Bauleistung entwickelte sich – trotz des Baubooms der letzten Jahre zwischen 1995 und 2018 sogar negativ. Damit ist die Bauwirtschaft nicht nur der einzige der großen Wirtschaftsbereiche, der Wachstum ausschließlich über Preiserhöhungen realisierte, sondern auch jener, der in den letzten rund 25 Jahren keine Produktivitätsgewinne erzielen konnte. Ganz im Gegenteil, seit Mitte der 90er-Jahre verlor die Branche Jahr für Jahr an Effizienz. Im Durchschnitt sank die Arbeitsproduktivität – bezogen auf die insgesamt geleisteten Arbeitsstunden – um 0,6 Prozent pro Jahr. Als Erklärung für die schwache Performance wird gerne die hohe Personalintensität in der Baubranche ins Feld geführt. Doch das Argument greift zu kurz, wie ein Vergleich mit dem ebenso personallastigen Tourismussektor zeigt. Denn Beherbergungsbetriebe und Gastronomie erzielten im selben Zeitraum zumindest moderate Produktivitätsgewinne von jährlich durchschnittlich 0,4 Prozent. Seit 1995 ist die Arbeitsproduktivität im Tourismus um 7,5 Prozent gestiegen, am Bau um 9,3 Prozent gesunken.

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In direkter Nähe zu den Berggorillas, mitten im Weinberg oder erste Reihe fußfrei beim Jetset – diese Hotelneueröffnungen bestechen durch ihre einzigartige Lage. Hier geht’s zur online Story.

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Bildschirmfoto 2019-09-11 um 19.45.11Am 20. September erscheint der neue Trend Guide Immobilienwirtschaft.

Die Themen u.a.:

  • Immo-Boom: Wie lange hält er noch an?
  • Co-Living: Ein Trend kommt nach Wien
  • Baustoff: Wolkenkratzer und Tankstellen aus Holz
  • Zukunft: Wie wir in 60 Jahren wohnen werden
  • Technologie: Die Tools der Makler

Der Trendguif Immobilienwirtschaft liegt am 20. September der Tageszeitung DerStandard bei.

 

 

Co-Alles Flächen

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Es wird immer interessanter, finde ich. Die Funktionen der Flächen vermischen sich immer mehr,

mein Lieblingsbeispiel ist ja 3DEN bei den Hudson Yards in New York. Dort kann man einchecken, und dann: sitzen, lesen, schlafen, essen, arbeiten – alles wozu man halt so Lust hat. Abgerechnet wird im Halbstunden-Takt. Sehenswert, zumindest auf der Website.

Und jetzt gibt es etwas in die Richtung auch in Deutschland. SVYT – The executive space liegt in der Münchner Innenstadt zwischen Maximilianstrasse und Hofbräuhaus und ist eine Art Flughafen-Lobby mitten in der Stadt.

Jan Lehmann, Co-Founder von SVYT: „Die Gäste sollen sich wie im eigenen Wohnzimmer fühlen und bei einem maßgeschneiderten Aufenthalt auf ihr Business konzentrieren können.“ Deshalb gibt es vor Ort neben Getränken auch Internetzugang, Drucker und Scanner sowie eine internationale Zeitungsauswahl. Speziell geschulte Business Concierges sind den Gästen während des Aufenthalts bei Fragen und Anliegen jederzeit behilflich.

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Erstes Kinderhotel in der Stadt

1888_big_hhh_muenchen_55Harry’s Home München Moosach ist wohl das erste Stadt-Kinderhotel im deutschsprachigen Raum. Dank der neuen Kooperation mit Kinderhotels Europa können kleine Gäste in einem 45 Quadratmeter großen Spielzimmer malen, bauen, basteln und kochen. Familienfreundliche Studios stehen in dem Haus mit insgesamt 123 Zimmern ebenso zur Verfügung wie Buggys, Hochstühle und Babybetten. Zum Frühstück wählen Minis zwischen frischem Obst, Müsli und Säften aus – gegessen wird mit kindgerechtem Geschirr und Besteck. Für Eltern, die einen Abend zu zweit in der bayerischen Landeshauptstadt verbringen möchten, organisiert das Hotel eine qualifizierte Kinderbetreuung. Kosten? 199 € pro Nacht inkl. Frühstück für 2 Personen und 1 Kind bis 6 Jahre.

Foto: Harry’s Home/Daniel Zangerl

RICS begrüßt CO2-Besteuerung

Zumindest in Deutschland findet der Berufsverband die Idee der Besteuerung gut. Laut der RICS kann es nicht darum gehen, neue staatliche Einnahmemöglichkeiten zu erschließen. Eine CO2-Bepreisung sollte so ausgestaltet werden, dass eine schnelle Lenkungswirkung hin zu einer Dekarbonisierung des Gebäudesektors entwickelt wird. Sabine Georgi, Country Managerin der RICS Deutschland, unterstreicht: „Obwohl eine sektorübergreifende Gleichbehandlung naheliegt, erfordern die Besonderheiten des Immobiliensektors angepasste Instrumente.“

Soravia mischt sich in den FM-Markt ein

Schon spannend, was sich da fast heimlich bei Soravia tut. Nach und nach kaufen die ordentlich zu – und zwar neben Grundstücken, vor allem auch Firmen entlang der ganzen Immobilien-Wertschöpfungskette.

Im Juli hat Soravia das Grazer Reinigungsexperten HERWA Multiclean GmbH und mit ihm auch dessen Vorarlberg-Tochter FANTOM Gebäudereinigung GmbH final gekauft. 580 Mitarbeiter stehen dahinter, 16 Millionen Quadratmetern, die bewirtschaftet werden. Den FM-Bereich verfügt Soravia nun insgesamt über 1.200 Leute – und ist damit ganz vorne dabei.

Für mehr Transparenz am FM-Markt wird übrigens eine Datenbank sorgen, die am 11. Oktober 2019 vorgestellt wird.

Neues Viertel in PGA Catalunya

PGA Catalunya Resort_La Selva Terrace Villa

Das Mega-Porjekt PGA Catalunya Resort verfolge ich ja schon seit langem und – ich gebe unumwunden zu – ich finde es toll. Ja ich gestehe: Ich kenne kein anderes Projekt, dass so spannende Architektur umgesetzt hat. Alles individuell aber zusammenpassend. Da hat mal ein Masterplan und das Stylebook funktioniert!

Und das mitten in der spanische Krise umgesetzte Projekt hat Erfolg. Nun wird wieder eine Baustufe realisiert. 22 neue Immobilien für das Villenareal La Selva im Herzen des Resorts stehen am Plan. Die ersten Einheiten sind bereits fertiggestellt, mit dem Bau der übrigen wird zeitnah begonnen. Insgesamt zweiundzwanzig brandneue Terrassenvillen bereichern bald das Villenareal „La Selva“, eines der fünf Wohnviertel der Lifestyle-Entwicklung nahe der spanischen Stadt Girona. Sehenswert!

Visualisierung: PGA Catalunya Resort

Recycling am Bau

Kannte ich bislang noch gar nicht, daher ein Eintrag in meinen Blog:

BauKarussell klingt lustig, ist intelligent. Es handelt sich um ein Projektkonsortium das als Anbieter für verwertungsorientierten Rückbau agiert.

„Die Baubranche ist mit einem Anteil von mehr als 70% am Gesamtabfallaufkommen der größte Abfallverursacher. Um das zu ändern, haben wir BauKarussell ins Leben gerufen. Es ist unser Ziel, die vorhandenen Potentiale von Gebäuden durch Wiederverwendung (Re-Use) voll auszuschöpfen. Nur so können wir intelligente Ressourcennutzung in die Tat umsetzen“,

erklärt Architekt Thomas Romm, Gründer von BauKarussell.

blueCard jetzt in Version 2.0

Wollen wir immer noch nachhaltig sein? Hoffentlich. Dann dürfen wir nicht vergessen, dass der Schlüssel im Gebäudebestand liegt. Da ist’s gut zu hören, dass die ÖGNI ihre blueCARD upgedatet hat. Sie ist ja ein kostengünstiges Zertifizierungssystem rein für Bestandsgebäude, kann für verschiedene Gebäudetypen ausgestellt werden und gibt den Eigentümern und Benutzern von Immobilien Aufschluss darüber, in welchem Zustand sich ihr Gebäude befindet und wie nachhaltig es bewirtschaftet wird. Sie hat eine Gültigkeit von fünf Jahren, danach erfolgt eine Re-Zertifizierung, mit dem Hintergrund der stetigen Verbesserung der Gebäude-Performance.

150 Jahre Baugeschichte

goal-1941380_640Wien, Mitte des 19. Jahrhunderts. Die Basteien und Stadtmauern werden geschliffen, eine neue Weltstadt entsteht. In ihrem Zentrum entsteht die Ringstraße, jener Prachtboulevard, nach dem eine ganze Epoche benannt wurde. Wesentlich an der baulichen Umgestaltung beteiligt ist die Allgemeine Österreichische Baugesellschaft. Seit ihrer Gründung und Erstnotiz an der Wiener Börse im Jahr 1869 nimmt sie eine bemerkenswerte Entwicklung. Im Jahr 1908 wurde zusammen mit dem Bauingenieur und Betonbaupionier Arthur Porr, welcher der Gesellschaft ihren bis heute gültigen Namen geben sollte, die A. Porr Betonbau-Unternehmung gegründet.

Seit 150 Jahren prägt die PORR das österreichische Bauwesen und schrieb mit unzähligen Projekten aus der Zwischenkriegszeit, dem Wiederaufbau und der Moderne bis heute Baugeschichte, darunter das Technische Museum Wien, die Großglockner-Hochalpenstraße, den Wiener Ringturm, Stuttgart 21 (Deutschland) sowie die Doha Metro (Katar).

Zum 150-Jahr-Jubiläum ist im Brandstätter Verlag ein Buch erschienen, das über die Firmengeschichte in Kontext mit den historischen Ereignissen setzt.

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"Wie viel Kreativität braucht der Makler? Das bestimmt der Kunde."

—  Claudia Klausegger, WU Wirtschaftsuniversität Wien
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